Über den Chor


Der Chor Collegium Maiorum ist 1973 von langjährigen Mitgliedern des Akademischen Chores der TU Stettin, die das Studium beendet hatten, und berufstätig wurden, gegründet worden. Da die Gründungsmitglieder immer noch den Großteil der Aktiven bilden, ist der Chor in der Lage, das alte, breite Repertoire zu pflegen, ohne dabei eine ständige Erweiterung des Programms zu vernachlässigen.

Das Ensemble hat seine Konzertlaufbahn als Stettiner Kammerchor unter der Leitung von Jan Szyrocki und unter der Obhut des Wojewodschaftskulturhauses aufgenommen. Einige Jahre später wurde die künstlerische Leitung für 6 Jahre von Eugeniusz Kus übernommen.

Auch die Organisation des Ensembles hat sich mit der Zeit verändert: Es wurde endgültig Mitglied des Sängerverbandes des Akademischen Chores der TU Stettin. Als das zweite Ensemble des Verbandes - neben dem Studentenchor - hat es den Namen Collegium Maiorum angenommen und ist unter die künstlerische Leitung von Jan Szyrocki zurückgekehrt, mit dem es bis 1995 auftrat.

Von 1995 an hat das Collegium Maiorum unter der Leitung von Waldemar Sutryk gearbeitet, der im Februar 1997 die Führung an die junge Chorleiterin Anna Tarnowska übergeben hat. Nach fünf erfolgreichen Jahren hat sich Anna Tarnowska vom Chor verabschiedet, und seit dem Herbst 2002 arbeitet das Collegium Maiorum unter der Leitung des Dirigenten und Chorleiters Pawel Osuchowski.

Im aktuellen Repertoire des Ensembles befinden sich sowohl a capella Werke, als auch vokalinstrumentale Formen, sakrale und weltliche Musik, Stücke aus der alten polnischen Musik, der europäischen Klassik, der zeitgenossischen Musik, sowie bearbeitete polnische Volksmusik.

Als Beispiele sind zu nennen: Magnificat und Johannespassion von J.S. Bach, Die Schöpfung von J. Haydn, Gloria von A. Vivaldi, Messe in C, Missa Solemnis und die 9. Symphonie von L. van Beethoven, Messias von G. Händel, Requiem und Te Deum von G. Verdi, Stabat Mater von G. Rossini, Requiem und Krönungsmesse von W.A. Mozart, Gloria von F. Poulenc, Carmina Burana von C. Orff, Nieszpory Ludzmierskie von J.K. Pawluskiewicz, Missa pro pace von Wojciech Kilar, Stabat Mater von Karol Szymanowski, Beatus Vir von Henryk Mikolaj Gorecki, Requiem Polskie von Krzysztof Penderecki.

Das Jahr 2000 und ein Jahr später auch das neue Jahrhundert, hat der Chor mit einer Aufführung der 9. Symphonie von L. van Beethoven in der Berliner Philharmonie am 1. Januar eröffnet. Im März 2000 hat der Chor an der Aufführung von Verdis Requiem in Lübeck mitgewirkt. Während des Internationalen Chorfestivals Ende Juni in Stettin hat die polnische Uraufführung des Oratoriums "A child of our time" von Michael Tippett mit der Beteiligung des Collegium Maiorum stattgefunden. Das Oratorium wurde 2 Wochen später in der Berliner Philharmonie dem deutschen Publikum präsentiert. Am 30. September 2000 hat das Collegium Maiorum am Eröffnungskonzert des VI Festivals der Zeitgenössischen Musik mitgewirkt, das vollständig den Werken von Wojciech Kilar gewidmet war. Mit der Traditionsaufführung der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven in der Berliner Philharmonie am 1. Januar 2001, begann der Chor ein neues Konzertjahr, in dem er u.a. einen Konzertaufenthalt in Berlin (Juni) und die Teilnahme am Internationalen Chorfestival in Torrevieja (Spanien), sowie eine Konzerttour durch Deutschland, Frankreich und Spanien (Juli), absolvierte.

Das Jahr 2002 eröffnete der Chor traditionell mit der Neunten von L. van Beethoven in Berlin und es folgten viele neue Konzerte: Konzerte mit der Musik Verdis, mehrere Aufführungen von Mozarts Requiem, sowie Konzerte mit der neu einstudierten Missa pro Pace von Wojciech Kilar. Im gleichen Jahr feiert das Collegium Maiorum, zusammen mit den jüngeren Kolleginnen und Kollegen, den 50. Geburtstag des Akademischen Chores der TU Stettin, der ein Jahr lang musikalisch zelebriert wurde. Ende Juni 2003 wurde ein Jubiläums-Gala-Konzert veranstaltet, wo die beiden Chöre - unter anderem – das Te Deum von G.Verdi aufgeführt haben, zusammen mit dem weltberühmten Orchester Sinfonia Varsovia.

Herbst 2003 ist wieder Jubiläumszeit für die Sängerinnen und Sänger des Collegium Maiorum: der Chor feiert seinen 30. Geburtstag. Drei Konzerte wurden aus diesem Anlass veranstaltet: "CM and Friends" - zusammen mit befreundeten Chören und Solisten, eine Konzertante Aufführung der Oper "Das Geisterhaus" in der Stettiner Philharmonie, sowie ein Jubiläumskonzert a cappella mit Werken der polnischen Choralmusik.

Die Saison 2003/2004 brachte - außer vielen Konzerten "zu Hause" - auch eine sehr gelungene Konzertreise zu den historischen Städten Südostpolens, sowie in die Ukraine, wo der Chor in der Lemberger Philharmonie konzertierte.

Außer vielen Konzerten in polnischen Musikhäusern mit Werken von Mozart (Requiem), Verdi (ebenfalls Requiem) u. a., veranstaltete das Collegium Maiorum 2005 eine Konzerttour nach Schweden. Dem Stockholmen Publikum präsentierte der Chor vor allem polnische Musik zeitgenössischer Komponisten. Herbst 2005 stand vollständig unter dem Zeichen Krzysztof Pendereckis: nach mehrwöchigen Proben wurde am 10. Dezember das Polnische Requiem in der größten Produktionshalle der Stettiner Werft aufgeführt. Das Collegium Maiorum wirkte dabei mit den jungen Kollegen aus dem Akademischen Chor, sowie mit dem Opernchor Szczecin zusammen. Am Dirigentenpult stand Maestro Penderecki selbst.

Das Jahr 2006, insbesondere der Frühling und Sommer, standen unter dem Zeichen der heißen Sonne der Provence. Nach einer weiten Konzerttour Richtung Süden (Baden-Württemberg, Provence, Cote d´Azur, Tirol, Prag) hat das Collegium Maiorum den befreundeten französischen Chor aus Toulon in Szczecin empfangen. Außer viel Musik gab es auf beiden Seiten viele unvergessliche touristische und gesellige Momente. Im Spätherbst hat das Ensemble in Thüringen ein interessantes Konzert 500 m unter der Erde gesungen: in dem Bergwerk Merkers wurde die Neunte Symphonie von Beethoven aufgeführt. Das Jahr 2006 ging mit mehreren Aufführungen von Mozarts Requiem zu Ende.

Das Jahr 2007 war für das Ensemble bedeutend, weil eine neue CD aufgenommen wurde: Szymanowski am Ursprung. Der Autor des Projektes, Pawe³ Osuchowski, hat damit das Szymanowski-Jahr in Polen gewürdigt, sowie die neuesten, durch die polnischen Volksmusik inspirierten Repertoire-Positionen des Chores festgehalten.

Außer einigen Konzerten in Szczecin und Umgebung, hat der Chor 2008 zwei Auslandsreisen gemacht: In Juli nach Grenoble, wo das Requiem von G. Faure und Stabat Mater von K. Szymanowski aufgeführt wurden, sowie eine Konzertreise Richtung Osten, über Lemberg, Kamieniec Podolski, Odessa nach Jalta auf die Krim. Überall wurde der Chor mit viel Aufmerksamkeit aufgenommen.

Die Hauptarbeit des Chores 2009 war wieder der Zusammenarbeit mit den Stettiner und Stolper Philharmonien gewidmet. Im Oktober hat das Ensemble einen „Blitzbesuch“ in Deutschland gemacht, wo an einem Wochenende zwei Konzerte aufgeführt wurden: In Wittenberge mit Beethovens Neunter, sowie in Hamburg ein a cappella Konzert mit polnischer Musik aus mehreren Jahrhunderten.

Viele Mitglieder des Chores Collegium Maiorum, die ihre Chorlaufbahn in dem Akademischen Chor der TU Stettin vor vielen Jahren begannen, haben auch sehr viele Wettbewerbserfahrungen gesammelt (Cork/Ireland, Arezzo/Italien, Aix-de-Provence/Frankreich, Hamburg/Deutschland, New York/USA, Brasilien, Philippinen). Deshalb versuchen sie seit Jahren im Collegium Maiorum auch Konzerterfahrungen anderer Art zu machen, hauptsächlich durch das Aufführen von Oratiorien. Die Gruppe jüngerer Mitglieder jedoch will sich auch mit anderen Chören treffen und messen, deshalb versucht der Chor jedes Jahr an einem internationalen Festival teilzunehmen, mit Vorliebe in Europa.

Der Chor unterhält freundschaftliche Kontakte zu vielen ausländischen Ensembles, oft tritt er auch mit dem Akademischen Chor der TU Stettin zusammen auf.